Der Gabbeh stammt aus den Zelten und Dörfern der persischen Nomaden, dort wo Weberinnen ihre Teppiche einst zum Schlafen knüpften, dicht und hochflorig, um in kalten Nächten zu wärmen. Erzählt wird hier nicht mit feiner Zeichnung, sondern mit Klarheit: stilisierte Ziegen, Kamele, Hunde, ein paar Pflanzen, manchmal Menschen. Es ist das Leben der Weberfamilie, so wie sie es vor sich sah. Die Wolle wird von Hand gesponnen, reich an Lanolin, und gibt dem Gabbeh seine körnige, lebendige Oberfläche. Naturtöne wie Creme, Braun und Grau treffen auf kräftiges Rot, Gelb, Grün und Blau aus pflanzlichen Farben. Dass die Farbe dabei von Reihe zu Reihe leicht changiert, gehört dazu. Dieses sogenannte Abrash ist die Spur der handgesponnenen Wolle und macht jeden Gabbeh zu einem ehrlichen Stück Nomadenhandwerk.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.