Ein Kelim Kissen beginnt sein Leben nicht als Kissen, sondern als Kelim: flach gewebt von Nomaden und Dorfbewohnern, die ihn für den eigenen Alltag schufen, als Bodendecke, Vorratssack, Sitzunterlage. Gewebt wird ohne Knoten, in der Flachtechnik, bei der die Farbfelder entlang kleiner senkrechter Schlitze aneinanderstoßen, der namengebende Kelim-Schlitz. Die geometrischen Muster sind kein Zierrat: Rauten, Haken und Schutzzeichen erzählen von Fruchtbarkeit, Bewahrung und dem, was die Weberin ihrer Familie wünschte. Meist aus handgesponnener Schafwolle, manchmal auf Baumwollkette, zeigt so ein Gewebe oft Abrash: jene lebendigen Farbverläufe, die entstehen, wenn Wolle in kleinen Partien pflanzlich gefärbt wird. Aus den schönsten, noch kräftigen Partien alter, wirklich benutzter Kelim-Stücke wird die Vorderseite dieser Kissen gefertigt, jedes Stück ein Fragment einer gelebten Geschichte.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.