Die Gashgai sind türkischsprachige Nomadenstämme, deren Frauen seit Generationen zu den herausragenden Weberinnen des persischen Südens zählen. Ein Kelim Gashgai entsteht flachgewebt und beidseitig nutzbar, gefertigt in der charakteristischen Schlitztechnik, bei der kleine Öffnungen an den Farbgrenzen für klare, harmonische Übergänge sorgen. In den Mustern liest man das Vokabular der Nomaden: Rauten, Quadrate, Streifen und das kaukasische Sternmotiv, verwoben in kräftigen Tönen von Blau und Rot bis Gelb, Grün und Beige. Weil die Wolle von Hand gesponnen und mit überliefertem Wissen gefärbt wird, zeigt sich oft Abrash, jene feinen Farbschwankungen, die das Handwerk beglaubigen. Jeder Gashgai-Kelim spiegelt so nicht nur das Können seiner Weberin, sondern ein kulturelles Erbe, das von Frau zu Frau weitergegeben wurde.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.