Kordi verweist auf das kurdische Weberbe, und ein Kelim Kordi trägt die Handschrift jener Stämme, die zwischen Bergweiden und Dörfern seit Generationen weben. Flachgewebt und von Hand gefertigt, entsteht das Muster direkt im Gewebe; der „Kelim-Schlitz“ an den Farbübergängen macht die Technik sichtbar. Kurdische Wolle gilt als kräftig und langlebig, von Hand gesponnen und mit überliefertem Wissen gefärbt. Daraus wächst der Abrash, jene lebendige Farbtiefe, die handgesponnenes Garn auszeichnet. Ursprünglich dienten solche Gewebe dem Alltag der Nomaden: als Behang, als Decke für Kamel und Pferd, als Zeltbahn oder Unterlage. Robust in der Struktur und erdig in der Farbwelt, erzählt jeder Kordi-Kelim von einem Handwerk, das eng mit dem Leben der kurdischen Weberinnen und Weber verbunden ist.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.