Die Shahsavan sind keine einzelne Gruppe, sondern eine Konföderation von Stämmen unterschiedlicher Herkunft, viele von ihnen Nomaden aus dem Nordwesten Persiens, wo die Weite der Moghan-Steppe an den Kaukasus grenzt. Diese Nähe hört man in ihren Mustern: Der Sumak Shahsavan trägt oft kaukasisch inspirierte Motive, klare Medaillons, Sterne, geometrische Formen mit feinen waagerechten und diagonalen Linien. Gewebt in der Umwickeltechnik des Sumak, zeigt die Vorderseite eine dichte, bestickt wirkende Oberfläche, während lose Fäden die Rückseite prägen. Meist aus Wolle, mitunter mit Seide gearbeitet, gehören diese Flachgewebe zu den ausdrucksstarken Vertretern nomadischer Webkunst. Der Abrash der handgesponnenen Wolle erinnert daran, dass jedes Stück am Lagerplatz von Hand entstand: ein Stück gelebter Nomadenkultur zwischen Steppe und Gebirge.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.