Kühlschrank reinigen
Kühlschrank reinigen: So wird Ihr Kühlschrank hygienisch sauber!
Ein sauberer Kühlschrank ist nicht nur aus hygienischen Gründen wichtig, sondern trägt auch zur längeren Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel und zu einem effizienteren Energieverbrauch bei. Doch wie reinigt man den Kühlschrank richtig – und wie häufig? Welche Hausmittel eignen sich wirklich, und wie funktioniert das Reinigen ohne Ausschalten? In unserem Ratgeber erfahren Sie alles zum Thema "Kühlschrank reinigen", inklusive hilfreicher Tipps für hartnäckige Flecken sowie gegen unangenehme Geruchs- und Schimmelbildung.
Warum es wichtig ist, den Kühlschrank regelmäßig zu reinigen
In einem Kühlschrank treffen Feuchtigkeit, Nahrungsmittel und unterschiedliche Temperaturen aufeinander. Diese Gegebenheiten bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel. Werden Innenwände, Ablagen oder die Gummidichtungen nicht von Zeit zu Zeit gereinigt, können sich Keime schnell ausbreiten. Auch unangenehme Gerüche, Verfärbungen oder eingefrorene Rückstände im Gefrierfach entstehen häufig aufgrund mangelnder Pflege.
Damit Bakterien keine Chance haben und Ihr Essen lange frisch und lecker bleibt, sollten Sie Ihren Kühlschrank in festen Abständen reinigen. Unsere Empfehlung: Alle vier bis sechs Wochen den Kühlschrank auswischen und etwa alle drei bis sechs Monate eine intensive Reinigung inklusive des Tiefkühlfachs durchführen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kühlschrank richtig reinigen
Die Reinigung des Kühlschranks ist bei regelmäßiger Durchführung schnell erledigt. Hier kommt die neue Pflegeroutine für Ihren heimischen Frischepartner:
Schritt ①: Kühlschrank ausräumen und ausschalten

So bereiten Sie Ihr Kühlgerät optimal auf die Reinigung vor:
- Bevor Sie Ihren Kühlschrank sauber machen, schalten Sie ihn aus und räumen ihn komplett leer – inklusive Glasplatten, Ablagen, Eier- und Gemüsefächern. Achtung: Vergessen Sie nicht das Eisfach!
- Kontrollieren Sie alle Nahrungsmittel. So bekommen Sie schnell einen Überblick darüber, was Sie zeitnah verbrauchen oder notfalls entsorgen sollten.
- Um das Abtauen zu beschleunigen, können Sie eine Schale mit heißem Wasser in das Gefrierfach stellen.
- Halten Sie flache Behälter und Handtücher zum Aufnehmen des ablaufenden Wassers bereit.
- Bewahren Sie empfindliche Speisen während der Reinigung in einer Kühltasche auf.
Schritt ②: abnehmbare Teile reinigen

Alle herausnehmbaren Elemente lassen sich leicht von Hand mit warmem Wasser und einem schwach alkalischen Allzweckreiniger abspülen. Einige Glasplatten und Kunststoff-Ablagen sind spülmaschinenfest, prüfen Sie aber bitte sicherheitshalber die diesbezüglichen Herstellerangaben. Reinigen Sie Glaseinlagen am besten zum Schluss, sodass diese erst auf Zimmertemperatur kommen können. Auf diesem Weg vermeiden Sie Sprünge im Glas aufgrund eines plötzlichen Temperaturwechsels.
Hausmittel-Tipp: Die Komponenten im Kühlschrank reinigen Sie mit Essig, denn Essigreiniger oder Essigwasser wirkt desinfizierend und entkalkend. Lösen Sie einen Teelöffel Essig in einem halben Liter warmem Wasser auf und wischen Sie mit der Flüssigkeit Fächer und Einlagen ab. Lassen Sie im Anschluss alles gut auslüften, damit der Essiggeruch verfliegt.
Schritt ③: Kühlschrank innen gründlich auswischen

Säubern Sie die Innenwände immer von oben nach unten, damit Schmutzwasser nicht auf bereits gereinigte Flächen läuft. Eingetrocknete Flecken können Sie vorher mit etwas Reiniger einweichen lassen.
Womit sollten Sie den Kühlschrank putzen?
Viele fragen sich mit Blick auf den Kühlschrank, womit dieser zu reinigen ist. Eine einfache Lösung stellt Wasser in Kombination mit einem milden Reinigungs- und Pflegemittel dar.
Kühlschrank reinigen mit Zitronensäure: Diese Variante ist ebenso effektiv gegen Schmutz wie Essig und verströmt noch dazu einen angenehmen Duft. Es reichen bereits wenige Tropfen in warmem Wasser.
Vermeiden Sie für den Kühlschrank aggressive Reinigungsmittel, da diese die Innenflächen beschädigen können. Die Innenwände im Kühlschrank mit Essig zu reinigen ist ebenfalls nicht ratsam, weil dieser den Kunststoff angreifen kann.
Schritt ④: Gummidichtungen reinigen

Die Dichtungen sind entscheidend für die Energieeffizienz Ihres Geräts. Deren Verschmutzung oder Beschädigung kann dazu führen, dass die Tür nicht mehr richtig schließt, was den Stromverbrauch deutlich erhöht. An den Dichtungsgummis sammelt sich zudem schnell Schmutz, es kann zur Schimmelbildung kommen.
Putzen Sie die Dichtungen vorsichtig mit einem sauberen Schwamm und warmem Wasser sowie mildem Reiniger. Für die schmalen Rillen eignen sich Wattestäbchen oder eine weiche Zahnbürste.
Achtung: Geben Sie keinen Essig direkt auf das Gummi, das Material kann davon porös werden. Nutzen Sie lieber eine milde Seifenlauge. Bei deutlichen Verunreinigungen können Sie mit einem bewährten Hausmittel die Gummibereiche am Kühlschrank reinigen: Natron. Mischen Sie für eine Natronlösung einen Esslöffel des weißen Pulvers mit 250 ml Wasser oder rühren Sie eine Paste an. Zum Nachwischen eignet sich Zitronenwasser.
Schritt ⑤: Kühlschrank trocknen

Nach dem Reinigen wischen Sie alle Flächen und Dichtungsgummis mit einem sauberen Tuch gründlich trocken.
Lassen Sie den Kühlschrank im Anschluss etwa 30 Minuten mit offener Tür stehen, damit auch die letzte Restfeuchte entweichen kann – so verhindern Sie die Neubildung von Keimen.
Schritt ⑥: Außenflächen und Türgriff säubern

Schritt ⑦: Kühlschrank-Ablauf reinigen

Ein oft vergessenes Bauteil ist das Ablaufloch an der Rückwand des Kühlschranks. Es leitet Kondenswasser in einen Auffangbehälter. Durch die Verstopfung des Kühlschrank-Ablaufs entstehen Schimmel, Gestank, Staunässe oder Eisbildung. Machen Sie den Abfluss mit einer Flaschenbürste, einem Wattestäbchen oder Schaschlikspieß wieder frei. In diesem Zuge sollten Sie auch den Kühlschrank-Auffangbehälter reinigen. Er befindet sich an der Rückwand des Geräts.

Kühlschrank reinigen ohne Ausschalten
Sie können Ihren Kühlschrank säubern, ohne ihn auszuschalten. Das bietet sich beispielsweise an, wenn er stark gefüllt ist oder Sie wenig Zeit für das Putzen haben. So gelingt die Turbo-Pflege:
- Stellen Sie die Temperatur vorübergehend etwas niedriger ein.
- Reinigen Sie in Etappen von Fach zu Fach.
- Lassen Sie die Tür nie länger als nötig offen.
- Nutzen Sie hausmittelbasierte Reiniger wie Natronlösung oder Zitronenwasser.
- Trocknen Sie die geputzte Fläche sofort gründlich ab.

