Bereits beim Aufbau war ich hochgradig erfreut, als ich feststellte, dass Türen und Korpus mit Bohrungen, die man für diese Variante nicht benötigt, geradezu übersät sind. Die Bohrungen, die man braucht, sind dafür nicht vorhanden. Für Griffe zum Beispiel. Ist aber nicht so schlimm, die Griffe waren schließlich auch nicht dabei. Gespiegeltes Bohrbild für die Türen? Nee, wozu denn, geht ja auch so.
Gespiegeltes Bohrbild für die Seitenwände? Nein, auch vollkommen überflüssig. Dass die sichtbaren Aussenbohrungen dann auf einer Aussenseite oben und auf der anderen Seite unten sind, ist wohl in der künstlerischen Freiheit des Designers begründet.
Um die Fragilität des Seins auszudrücken wird dieses wunderschöne Stück von insgesamt 10 Schrauben zusammengehalten. In Verbindung mit dem "Holzwerkstoff" (=allerbilligster Pressspan) macht der "Schrank" stilvoll jeden noch so kleinen Luftzug mit.
Der weiße Schrank ist innen übrigens komplett grau foliert. Vollkommen unnötig, dies in der Beschreibung zu erwähnen. Dafür gab es ja die Bilder...eben nur nicht vom Innenleben.
Da anscheinend jetzt schon die Materialkosten von 10€, exklusive der Spiegel, gesprengt wurden, war es leider nicht möglich die Oberseite des Schrankes weiß zu folieren. Dafür gibt es eine Blende, die ich dankbar zur Verstärkung der Rückwand genutzt habe.
Dieser "Schrank" ist nicht einmal 20€ wert und nur für Masochisten zu empfehlen oder Menschen, die die Spiegel wollen. Der Rest macht besser einen weiten Bogen.